Reglement - Ausbildung Pflegefachperson HF

412.227

Reglement des Departementes für Erziehung und Kultur über die Ausbildung zur diplomierten Pflegefachperson HF

vom 30.08.2010 (Stand 07.09.2019)
1. Allgemeines
§ *
Geltungsbereich
1

Dieses Reglement regelt in Ergänzung zu den bundesrechtlichen Vorschriften die Ausbildung zur Pflegefachperson HF am Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales (BfGS).

§ 2
Umfang und Dauer der Ausbildung
1

Die Ausbildung umfasst 5 400 Lernstunden während sechs Semestern.

2

Für Personen, die über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Fachfrau/Fachmann Gesundheit oder einen gleichwertigen Abschluss verfügen, kann sie auf vier Semester mit 3 600 Lernstunden verkürzt werden. *

3

Andere Vorleistungen können individuell angerechnet werden. *

4

Die Ausbildung kann in Teilzeit absolviert werden.

§ *
Organisation *
1

Die Ausbildung beginnt jeweils im September und verläuft in Blockkursen während drei beziehungsweise sechs Monaten. *

2

Der Betrieb läuft ganzjährig, mit Ausnahme der unterrichtsfreien Kalenderwochen 1, 11, 37 und 52. *

§ *
Ausbildungsvereinbarung
1

Das BfGS schliesst mit den Praktikumsbetrieben eine Ausbildungsvereinbarung ab. Diese regelt die gegenseitigen Verpflichtungen. *

§ *
2. Zulassungsbedingungen
§ 6
Generelle Zulassungsbedingungen
1

Die Aufnahme wird von folgenden Voraussetzungen abhängig gemacht:

1. * erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung auf Sekundarstufe II, mindestens auf Stufe Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis;
2. bestandene Eignungsabklärung;
3. * Vertrag mit einem vom BfGS anerkannten Praktikumsbetrieb;
4. ausreichende physische und psychische Gesundheit.
§ 7
Zulassung zur verkürzten Ausbildung
1

Die Aufnahme in den verkürzten Ausbildungsgang wird zusätzlich von folgenden Voraussetzungen abhängig gemacht:

1. * Besitz eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses als Fachfrau/Fachmann Gesundheit;
2. * Notendurchschnitt von mindestens 5.0 im Zeugnis des vierten Semesters der beruflichen Grundbildung;
3. Empfehlung der Berufsfachschule und des Lehrbetriebes oder mindestens zweijährige Berufserfahrung.
§ 8
Eignungsabklärung
1

Die Eignungsabklärung umfasst Gespräche sowie schriftliche und mündliche Prüfungen in folgenden Bereichen:

1. Selbstkompetenz mit den Erfassungsbereichen psychische und physische Belastbarkeit, Eigenständigkeit/Reife, Berufswahl;
2. Sozialkompetenz mit den Erfassungsbereichen Beziehungsfähigkeit, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit;
3. Sachkompetenz mit den Erfassungsbereichen intellektuelle Leistungsfähigkeit, Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, Arbeitsverhalten und praktische Fähigkeiten.
2

Zur Beurteilung können neben dem Bewerbungsdossier weitere Unterlagen und Referenzauskünfte beigezogen werden.

3

Ist das Resultat der Eignungsabklärung ungenügend, ist es auf Antrag mit den Kandidatinnen und Kandidaten zu besprechen. Das Gespräch ist zu protokollieren. *

§ *
3. Kompetenznachweise (Promotion)
§ 10
Zeitpunkt
1

Am Ende jedes Ausbildungsjahres wird festgestellt, ob die erforderlichen Kompetenznachweise erbracht wurden. *

§ 11
Kompetenznachweise
1

Kompetenznachweise werden erbracht durch

1. Praktikumsqualifikation;
2. praxisorientierte Projektarbeit;
3. sechs Leistungsprüfungen in allen Kompetenzfeldern.
2

In der verkürzten Ausbildung sind sechs Leistungsprüfungen im ersten Ausbildungsjahr abzulegen. *

§ 12
Praktikumsqualifikation
1

Das Praktikum jedes Ausbildungsjahres wird durch die Berufsbildungsverantwortlichen und die zuständigen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner gemäss den in der Praktikumsqualifikation aufgeführten Kompetenzfeldern beurteilt.

§ 13
Praxisorientierte Projektarbeit
1

Die Fallstudie wird von zwei Lehrpersonen beurteilt.

§ 14
Leistungsprüfungen
1

Die Leistungsprüfungen erfolgen in Form von schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie von Fertigkeitsprüfungen. *

§ 15
Beurteilungsraster
1

Als Raster für die Beurteilung gilt:

1. A: hervorragend;
2. B: sehr gut;
3. C: gut;
4. D: befriedigend;
5. E: ausreichend;
6. F: nicht bestanden.
§ 16
Unredlichkeit bei der Prüfung
1

Wer in einer Prüfung unerlaubte Hilfsmittel verwendet oder sich anderweitig unerlaubte Vorteile verschafft, hat sie nicht bestanden.

§ 17
Wiederholung
1

Ein nicht bestandener Kompetenznachweis kann spätestens bis Mitte des nächsten Semesters einmal wiederholt werden.

2

Mit Ausnahme des ersten Praktikums kann ein nicht bestandenes Praktikum einmal wiederholt werden.

3

Das erste Praktikum kann nicht wiederholt werden. *

§ 18
Ausschluss
1

Erbringt jemand auch nach der Wiederholung den geforderten Kompetenznachweis nicht, kann die Ausbildung nicht weitergeführt werden.

§ 19
Ausnahmen
1

Aus wichtigen Gründen kann ausnahmsweise zugunsten einer Studentin oder eines Studenten von den Bestimmungen dieses Kapitels abgewichen werden.

4. Abschliessendes Qualifikationsverfahren
§ 20
Organisation
1

Das Rektorat organisiert das Qualifikationsverfahren.

2

Das Qualifikationsverfahren richtet sich nach den Vorgaben des massgeblichen Rahmenlehrplans. *

§ 21
Zulassung
1

… *

§ 22
Umfang des Qualifikationsverfahrens
1

… *

§ 23
Beurteilung
1

Die Diplomarbeit wird von zwei Lehrpersonen beurteilt.

2

… *

3

… *

§ 24 *
§ 25
Wiederholung
1

Ist das abschliessende Qualifikationsverfahren definitiv nicht bestanden, kann das letzte Ausbildungsjahr einmal wiederholt werden. *

2

… *

3

… *

§ 26 *
Diplom
1

Wer alle Prüfungsteile bestanden und nicht mehr als 10 % der Ausbildungszeit versäumt hat, erhält ein von der zuständigen Regierungsrätin oder dem zuständigen Regierungsrat und vom BfGS unterzeichnetes Diplom als „dipl. Pflegefachfrau/dipl. Pflegefachmann HF“. *

5. Schlussbestimmungen
§ 27 *
§ 28
...[1]
§ 29 *
ABl. 36/2010
  1. [1] Aufhebung bisherigen Rechtes, ABl. 2010, Seite 2147.

Änderungstabelle - Nach Paragraph

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Amtsblatt
Erlass 30.08.2010 11.09.2011 Erstfassung ABl. 36/2010
§ 1 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 2 Abs. 2 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 2 Abs. 2 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 2 Abs. 3 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 3 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 3 08.12.2017 01.01.2018 Titel geändert 50/2017
§ 3 Abs. 1 08.12.2017 01.01.2018 geändert 50/2017
§ 3 Abs. 2 08.12.2017 01.01.2018 eingefügt 50/2017
§ 4 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 4 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 5 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 6 Abs. 1, 1. 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 6 Abs. 1, 3. 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 7 Abs. 1, 1. 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 7 Abs. 1, 1. 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 7 Abs. 1, 2. 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 8 Abs. 3 28.08.2019 07.09.2019 eingefügt 36/2019
§ 9 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 10 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 11 Abs. 2 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 14 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 17 Abs. 3 28.08.2019 07.09.2019 eingefügt 36/2019
§ 20 Abs. 2 28.08.2019 07.09.2019 eingefügt 36/2019
§ 21 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 22 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 23 Abs. 2 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 23 Abs. 3 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 24 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 25 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 25 Abs. 2 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 25 Abs. 3 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019
§ 26 04.07.2012 01.08.2012 geändert 28/2012
§ 26 Abs. 1 28.08.2019 07.09.2019 geändert 36/2019
§ 27 04.07.2012 01.08.2012 aufgehoben 28/2012
§ 29 28.08.2019 07.09.2019 aufgehoben 36/2019